Messverfahren

Messverfahrenskomplexe nach Aufgabenstellungen

Bohrlochgeophysikalische Messungen auf Kippen, Halden und Deichen

Aufgabenstellung
In-situ-Bestimmung gesteinsmechanischer und hydrogeologischer Parameter für Profile auf Kippen, Halden und Deichen / Beurteilung von Entwässerungssituationen bzw. Wasserwiederaufstieg in großräumigen Schüttkörpern / Kontrolle von Senkungs- und Verdichtungserscheinungen auf Kippen.

Ermittelbare Parameter aus:
Drucksonde:

  • Spitzendruck Qc
  • Mantelreibung PM
  • Reibungsverhältnis Qc/PM

Bohrlochmessung:

  • Ton- und Schluffgehalt
  • rolliger Gesteinsanteil (Gesamtporosität / entwässerbare Porosität)
  • organische Bestandteile
  • natürliche Rohdichte
  • Wassersättigung / Wasserspiegel
  • Profilkorrelation
  • potenzielle Gleitschichten
Messbeispiel: Kombinierte Kippenuntersuchung (geophysikalische Bohrlochmessungen/Drucksonde)

Arbeitstechnologie/Messverfahren:
Durch den Einsatz einer schweren Drucksondeneinheit werden die klassischen bodenmechanischen Parameter Qc, PM und Qc/PM bis in Teufen von ca. 45 m ermittelt. Anschließend wird der Drucksondenaufschluss mittels eines Spezialgestänges auf ca. 2 Zoll erweitert. In dieses Hohlgestänge werden dann 3 Typen geophysikalischer Spezialsonden mit 22 mm Durchmesser eingeführt:

Messverfahren:

  • Gamma-Ray-Log
  • Gamma-Gamma-Log
  • Neutron-Neutron-Log

Hauptparameter:

  • Ton- und Schluffgehalt / Korrelation
  • Dichte und Porosität / Lithologie
  • Sättigungsprofil /Wasserspiegel

Durch Wiederholungsmessungen in zeitlichen Abständen kann bei Bedarf ein Monitoring realisiert werden. Überwacht werden können mit einer solchen Methodik folgende Parameter:

  • Setzungserscheinungen
  • Verdichtungserfolg
  • Varianz im Sättigungsprofil
  • Wasserspiegelanstieg

Die Kalibrierung der Messsonden erfolgt in speziellen Modellen für Wassersättigung, Tongehalt und Gesteinsdichte, die in-situ-Bedingungen fast perfekt nachbilden.