Salzwassermonitoring mit LE-Geoelektrik „SAMOLEG“

Forschungs- und Entwicklungsprojekt: „Kostenoptimierte räumliche Überwachung der Süß-/Salzwassergrenze durch geoelektrische Messverfahren unter Nutzung vorhandener Stahl-Grundwassermessstellen als lange Elektroden (LE)“

Förderprogramm: Forschung und Entwicklungsprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung GEOTECHNOLOGIEN

Dauer: 3 Jahre

Projektkoordination: Bohrlochmessung - Storkow GmbH

Partner im Forschungsverbund: Leibniz Institut für Angewandte Geophysik Hannover (LIAG)

Ziel des Forschungsvorhabens: Es soll überprüft werden, inwiefern sich die bestehenden, regional teilweise sehr dichten Netze von Alt-Grundwassermessstellen mit Stahl-Ausbau als Elektroden für die Durchführung von geoelektrischen Widerstandsmessungen eignen, um damit ein Monitoring der Süß-/Salzwassergrenze zu ermöglichen. Da die Grundwasser-messstellen bereits in die zu überwachenden Aquifere hineinreichen, ist auch bei geringen Elektrodenabständen eine deutlich größere Erfassungstiefe als bei der klassischen Oberflächengeoelektrik zu erwarten.

Abb. 1: Prinzipskizze des LE-Geoelektrik-Konzepts zum Salzwassermonitoring: Ein möglicher Salzwasseraufstieg führt zur Verringerung des gemessenen integralen elektrischen Widerstands zwischen zwei weit entfernten Stahl-GWM.
Abb. 2: Durch Stromeinspeisung an unterschiedlich tiefen Stahl-GWM an unterschiedlichen Standorten lassen sich nach Inversion Informationen zur lateralen und vertikalen Verteilung der Süß-/Salzwassergrenze ableiten.