Auflistung der zur Zeit zur Verfügung stehenden Messverfahren

 

Nachfolgend eine Aufstellung der in Bohrungen, Brunnen, Grundwassermessstellen und Erdwärmesonden eingesetzten Messverfahren und deren Wirkprinzipien.
Die jeweilige Einsatzmöglichkeit der im nachfolgenden benannten Verfahren ist auch vom Durchmesser des Aufschlusses / der ausgebauten Bohrung abhängig.
Wir werden Sie gern hinsichtlich weiterer Details beraten.

Legende:
* Aussage nur Verbindung mehrerer eingesetzter Messverfahren möglich

Kaliber-Log (CAL)

Wirkprinzip: mechanisches Abtasten der Aufschluss- bzw. Rohrwandungen (mm)

Aussage in offenen Bohrungen

  • zur Bestimmung des Bohrungsdurchmessers bzw. Bohrungsquerschnitts und der Oberflächenstruktur der Bohrlochwand
  • zum Erkennen von Hindernissen und Engstellen im Bohrloch und Überprüfung der Befahrbarkeit zur Vermeidung von Sondenhavarien
  • zum Lokalisation von Klüften und Ausbrüchen im Festgestein
  • zur Volumenberechnung des Bohrlochs
  • dient als Korrekturmessverfahren für alle vom Bohrlochkaliber abhängigen Bohrlochmessverfahren

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur Bestimmung des Rohrinnendurchmessers
  • zum Erkennen von Rohrdefekten, -erweiterungen, -verengungen, -ovalitäten und -deformationen
  • zum Erkennen von Hindernissen, Deformationen oder Ähnlichem zur Vermeidung von Sondenhavarien
  • zum Lokalisieren der Rohrverbindungen und der Filterstrecken
  • zum Feststellen von Ablagerungen, Belägen und Krusten auf den Innenwandungen der Verrohrung
  • Korrekturmessverfahren für alle vom Bohrlochlochkaliber abhängigen Bohrlochmessverfahren

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Bohrlochverlaufs-Log / Bohrlochabweichungs-Log (BA)

Wirkprinzip: kontinuierliche Messung von Azimut und Neigung

Aussage in offenen Bohrungen

  • zum Feststellen des Verlaufs der Bohrung (Neigung und Richtung)
  • zur Klärung der Ursachen von Befahrungsschwierigkeiten in der Bohrung
  • Bestimmung des Abstandes benachbarter Aufschlüsse und Klärung der gegenseitigen Beeinflussung im Untergrund
  • zur Bestimmung der wahren Teufe

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zum Feststellen des Verlaufs der ausgebauten Bohrung (Neigung und Richtung, letzteres nur bei elektrisch nicht leitendem Ausbau)
  • zur Klärung der Ursachen von Befahrungsschwierigkeiten in der ausgebauten Bohrung
  • Bestimmung des Abstandes benachbarter Aufschlüsse und Klärung der gegenseitigen Beeinflussung im Untergrund

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Fernsehsondierung (OPT)

Wirkprinzip: Optische Begutachtung der Aufschlusswandung bzw. der Rohrinnenwandung (Beschreibung und Beispiele)

Aussage in offenen Bohrungen (Festgestein)

  • zur lithologischen Gesteinsansprache
  • zur Bestimmung der Gesteinsstruktur (Klüftigkeit und Schichtung des anstehenden Gebirges)
  • zur Bewertung von Fließbewegungen im Bohrloch
  • zur Ermittlung der Wassertrübung und Erkennen von Feststoffeinträgen
  • zur Identifizierung von Fremdkörpern und Hilfsmittel bei deren Bergung
  • zum Erkennen der Ursachen von Befahrungsschwierigkeiten
  • zur Havarieprophylaxe und Hilfsmittel zur Beseitigung von Havarien

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur Beurteilung des Zustandes der Verrohrungen
  • zum Erkennen von Belägen, Ablagerungen und Krustenbildungen auf den Rohrwandungen
  • zum Erkennen von Beschädigungen der Verrohrungen
  • zum Erkennen des Zustandes der Filteröffnungen
  • zur Feststellung von Korrosionserscheinungen, sofern Korrosion von innen nach außen
  • zur Klärung der Ursachen für Brunnenalterungsprozesse
  • zur Identifikation von Fremdkörpern und Hilfsmittel zu dessen Bergung
  • zum Erkennen der Ursachen von Befahrungsschwierigkeiten
  • zur Havarieprophylaxe und Hilfsmittel zur Beseitigung von Havarien sowie bei Reparatur der vorhandenen Installation
  • zum Erkennen von Rohrleckagen und zur Analyse von Wasserbewegungen
  • zur Abschätzung der Wassertrübung und Erkennen von Feststoffeinträgen

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Optische Korngrößenanalyse und Schlitzweitenbestimmung (OPT-K/S)

Wirkprinzip: optische Begutachtung und Vermessung der sichtbaren Filterschüttung bzw. der Schlitzweite von Filterschlitzen (mm)

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur Beurteilung des in den Filterschlitzen sichtbaren Korngrößenspektrums
  • Bestimmung der Filterschlitzweite

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Laser-Optische Sondierung (OPT-L)

Wirkprinzip: Fernsehsondierung in Verbindung mit einer Laserentfernungsmessung (cm)

Aussage in offenen Bohrungen (Festgestein)

  • Bestimmung der Größe und Ausdehnung von Kavernen, Hohlräumen und Kaliberausbrüchen
  • Abstands- und Entfernungsbestimmung im Bohrloch

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur Abstands- und Entfernungsbestimmung

 

 

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Fokussiertes Elektro-Log (FEL / FEL-B)

Wirkprinzip: Messung des spezifischen elektrischen Widerstands (Ohmm)

Aussage in offenen Bohrungen

  • zur lithologischen Gesteinsansprache sowie zur lithologischen Feingliederung des umgebenden Gebirges
  • zum Erkennen von Klüften in Festgesteinsbohrungen
  • zur Grobabschätzung der Grundwassermineralisation im Gebirge

Aussage in ausgebauten Bohrungen
bei elektrisch „nichtleitenden“ Ausbaumaterialien (Kunststoff, Holz, Steingut, Beton, Eternit)

  • zur Lokalisation von Filterstrecken
  • zum Erkennen von Rohrleckagen und Rohrbeschädigungen sowie Kontrolle der Dichtheit der Aufsatzrohre und Feststellen der Rohrstückelung
  • zur Begutachtung  des Zustandes von Rohrwandungen
  • zur Abschätzung des Mineralisatonsgrades im Innern der ausgebauten Bohrung

bei elektrisch leitenden Ausbaumaterialien (Stahl, Kupfer)

  • zur Einschätzung des Ausmaßes von Rohrbelägen und Rohrverkrustungen
  • zum Feststellen und zur Einschätzung des Ausmaßes von Schäden an Korrosionsschutzschichten auf den inneren Rohrwandungen

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Elektro-Log, Große und Kleine Normale (EL-KN und EL-GN)

Wirkprinzip: Messung des spezifischen elektrischen Widerstands (Ohmm)

Aussage in offenen Bohrungen

  • zur lithologischen Gliederung des umgebenden Gebirges
  • zur Bestimmung der Grundwassermineralisation im Gebirge

Aussage in ausgebauten Bohrungen (Steingut-, Holz- und Eternitrohre)

  • zur lithologischen Gliederung des umgebenden Gebirges
  • zur Bestimmung der Grundwassermineralisation im Gebirge

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Induktions-Log (IL / IL.RA / IL.CA)

Wirkprinzip: Messung des spezifischen elektrischen Widerstandes (Ohmm) bzw. der Leitfähigkeit (mS/cm)

Aussage in offenen Bohrungen

  • zur lithologischen Gliederung des umgebenden Gebirges
  • zur Bestimmung der Grundwassermineralisation im Gebirge
  • zur Bestimmung der Wassersättigung in Grundwasserleitern

Aussage in ausgebauten Bohrungen
bei elektrisch „nichtleitenden“ Ausbaumaterialien (Kunststoff, Holz, Steingut, Beton, Eternit)

  • zur lithologischen Gliederung des umgebenden Gebirges
  • zur Bestimmung der Grundwassermineralisation im Gebirge
  • zur Abschätzung der Wassersättigung im Ringraum und im angrenzenden Gebirge
  • zum Erkennen und zur Lokalisation von metallischen Fremdkörpern im Bohrloch oder dessen näherer Umgebung
  • zur Lokalisation von Abstandshaltern an den Rohraußenwandungen
  • zum Feststellen der Teufenreichweite von Stahl- und Kupferrohren, von Spundwänden und armierten Betonfundamenten
  • zum Abgrenzen von magnetisch markierten Tonsperren im Ringraum

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Eigenpotential-Log (SP)

Wirkprinzip: Messung des Eigenpotentials (mV)

Aussage in offenen Bohrungen

  • zur lithologischen Gliederung des umgebenden Gebirges

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Gamma-Ray-Log (GR)

Wirkprinzip: Messung der natürlichen Gamma-Strahlung (API)

Aussage in offenen Bohrungen

  • zur lithologischen Gliederung des umgebenden Gebirges
  • zur Abschätzung des Tongehaltes im Gesteinsverband
  • zur Abschätzung der Durchlässigkeit in Porengrundwasserleitern

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur Kontrolle des geologischen Profils
  • zur Überprüfung der Lagerungsverhältnisse im Ringraum
  • zur Anzeige von Feinkornanteilen im Filterkies
  • zum Feststellen von Kolmationen im Filterbereich
  • zur Abgrenzung von Tonsperren bei Verwendung gammaaktiver Materialien

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Segmentiertes Gamma-Ray-Log (SGL)

Wirkprinzip: Messung der räumlichen Verteilung der natürlichen Gamma-Strahlung in drei um 120° horizontal versetzten Segmenten

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur Kontrolle des geologischen Profils
  • zur Überprüfung der Lagerungsverhältnisse im Ringraum
  • zur Anzeige der räumlichen Verteilung von Feinkornanteilen im Filterkies
  • zum Feststellen der räumlichen Verteilung von Kolmationen im Filterbereich
  • zur Bestimmung der räumlichen Anordnung von Tonsperren bei Verwendung gammaaktiver Materialien
  • Erkennen und Bewertung von exzentrischem Rohreinbau im Bohrloch
  • zur Überprüfung des Erfolges von Maßnahmen zur sekundären Ringraumabdichtung
  • zur Überprüfung des Erfolges von Regenerierungsmaßnahmen im Filterbereich

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Neutron-Neutron-Log (NN)

Wirkprinzip: Messung der gestreuten Neutronenstrahlung, die ein Maß für den Gesamtwasserstoffgehalt darstellt (cps oder WE)

Aussage in offenen Bohrungen

  • zur lithologischen Gliederung des umgebenden Gebirges
  • zur Porositätsbestimmung und zur Einschätzung der Durchlässigkeit von Porengrundwasserleitern
  • zur Bestimmung der Wasser- und Gassättigung des angrenzenden Gebirges
  • zur Ton- und Schluffgehaltsbestimmung  des umgebenden Gebirges

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zum Erkennen und Abgrenzen von Tonsperren unbekannter Zusammensetzung
  • zur Bestimmung des Wassergehaltes und des Wasserspiegels im Ringraum
  • zum Feststellen der Ausbreitung von Suspensionen im Ringraum
  • zur Einschätzung des Gehalts bindiger Bestandteile in der Kiesschüttung
  • zur Überprüfung des Erfolges von Maßnahmen zur sekundären Ringraumabdichtung
  • zur Überprüfung des Erfolges von Regenerierungsmaßnahmen im Filterbereich
  • Überprüfung der Wirksamkeit von im Ringraum festgestellten hydraulischen Sperren
  • dient als Nachweisverfahren beim Gasdynamischen Test

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Gamma-Gamma-Dichte-Log (GG.D)

Wirkprinzip: Messung der gestreuten Gamma - Strahlung, die umgekehrt proportional zur Dichteverteilung ist (cps bzw. g/cm3)

Aussage in offenen Bohrungen

  • zur lithologischen Gliederung des umgebenden Gebirges
  • zur Bestimmung der Gesteinsdichte
  • zur Bestimmung der Porosität und zur Einschätzung der Durchlässigkeit von Porengrundwasserleitern
  • zum Erkennen von Klüften im Festgestein
  • zum Erkennen von Sättigungsgrenzen im Gebirge
  • zum Bestimmen der Gasführung
  • zur Aschegehaltsbestimmung von Kohleflözen bzw. zur Bestimmung des Gehaltes an organischer Substanz im Gesteinsverband

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zum Erkennen der vorhandenen Stückelung von Stahlrohrsträngen
  • zum Erkennen von Rohrschäden
  • zum Erkennen von Stahlrohren unterschiedlicher Wandstärke
  • zur Abgrenzung von Stahlfilterrohren von Vollrohrabschnitten
  • zur Einschätzung der Lagerungsdichte und zum Erkennen von Lagerungsstörungen sowie Änderungen der Porosität im Ringraum
  • zum Tonsperrennachweis
  • zur Überprüfung des Erfolges von Maßnahmen zur sekundären Ringraumabdichtung
  • zur Überprüfung des Erfolges von Regenerierungsmaßnahmen im Filterbereich
  • zur Einschätzung der geologischen Lagerungsverhältnisse bei annähernd ringraumlosen Bohrungen
  • zur Bestimmung des Wasserspiegels an den Außenwandungen des Rohrstrangs
  • zur Dichtheitsüberprüfung von hydraulischen Sperren im Ringraum

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Gamma-Gamma-Dichte-Ringraumscanner-Log (RGG.D)

Wirkprinzip: um 360° rotierende Messung der gestreuten Gamma – Strahlung, die proportional zur Dichteverteilung ist (cps bzw. g/cm3)

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zum Nachweis einer rundum homogenen Verfüllung des Ringraums
  • zum Feststellen von räumlichen Veränderungen der Filterkies- und Tonsperrenummantelung und Einschätzung der Qualität der Filterkiesschüttung bzw. der Tonsperrenqualität
  • Überprüfung der Exzentrizität der Lage von Rohren im Bohrloch
  • Erkennen von Gasaufstiegsbahnen im Ringraum
  • Erkennen der räumlichen Ausbreitung von verwendeten Suspensionen
  • zur Bestimmung des Wasserspiegels an den Außenwandungen von Rohrsträngen
  • zur Dichtheitsüberprüfung von hydraulischen Sperren im Ringraum
  • zur Überprüfung des Erfolges von Maßnahmen zur sekundären Ringraumabdichtung
  • zur Überprüfung des Erfolges von Regenerierungsmaßnahmen im Filterbereich

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Magnetik-Log / Suszeptibilitäts-Log (MAL)

Wirkprinzip: Messung der Magnetisierbarkeit des umgebenden Materials (cps)

Aussage in offenen Bohrungen

  • zur lithologischen Gliederung des umgebenden Gebirges
  • zur Suche und Lokalisation von magnetisch wirksamen Störkörpern im Bohrloch

Aussage in ausgebauten Bohrungen
bei nicht metallischem Ausbau

  • zum Metallnachweis (verlorene Rohre und Teile, Zentralisatoren, Mantelrohre)
  • zur Abgrenzung von magnetisch markierten Tonsperren und Suspensionen
  • zur Gliederung von Hinterfüllmaterial unterschiedlicher Magnetisierbarkeit
  • zum Feststellen der Teufenreichweite von Stahlrohren, von Spundwänden und armierten Betonfundamenten

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Elektromagnetisches Wanddicken-Log (EMDS)

Wirkprinzip: Messen des zeitliches Abklingens des induzierten Stroms nach magnetischem Impuls (mV als Funktion der Wandstärke in mm)

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur Einschätzung des Zustandes von Stahl- und Kupferrohren
  • zur Bestimmung der Wandstärke von Stahlrohren
  • zur Klärung des Aufbaus von teleskopiert eingebauten Stahlrohren
  • zur Erkennen von potentiellen Leckage- und Durchrostungsstellen und Schwächezonen an verbauten Stahlrohren
  • zum Feststellen der Teufenreichweite von Stahlrohren, von Spundwänden und armierten Betonfundamenten

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Salinitäts-Log (SAL) / Temperatur-Log (TEMP)

Wirkprinzip: Messung der spezifischenelektrischen Leitfähigkeit (mS/cm) bzw. der Temperatur (°C) des umgebenden Mediums bei unterschiedlichen Anregungszuständen 

Aussage in offenen Bohrungen

  • Korrekturverfahren zur Einschätzung der Grundwassermineralisation in der Bohrlochumgebung
  • zur Bestimmung des Wasser- bzw. Spülungsspiegels

In Festgesteinsbohrungen

  • zur Erstellung eines spezifischen elektrischen Leitfähigkeits-, Temperatur- und Mineralisationsprofils in der Bohrung
  • zur Ortung von Grundwasserzufluss- und verlusthorizonten unterschiedlichen Chemismusses
  • zum Erkennen und Quantifizieren von Fließvorgängen im Bohrloch
  • Nachweisverfahren unter Verwendung eines NaCl-Tracers beim Tracer-Fluidlogging (TFL)

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • Korrekturverfahren zur Einschätzung der Grundwassermineralisation in der Bohrlochumgebung
  • zur Bestimmung des Wasserspiegels
  • zur Erstellung eines spezifischen elektrischen Leitfähigkeits-, Temperatur- und Mineralisationsprofils in der ausgebauten Bohrung
  • zur Bestimmung von Zufluss- und Verlustbereichen von Wässern unterschiedlichen Chemismusses
  • zum Erkennen und Quantifizieren von Fließvorgängen im ausgebauten Bohrloch
  • Nachweisverfahren unter Verwendung eines NaCl-Tracers
  • zur Indikation von Undichtigkeiten an Rohrmuffen und Rohrübergängen
  • zum Erkennen von Hinterrohrzirkulationen und zur Prognose der Herkunft verschiedener Grundwässer

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Milieu-Log (MIL)

bestehend aus: pH-Wert-Log / Sauerstoffgehalts-Log / Sauerstoffsättigungs-Log / Redoxpotential-Log / Salinitäts-Log / Temperatur-Log

Aussage in offenen Bohrungen
In Festgesteinsbohrungen

  • zur physikochemischen Charakterisierung der in der Bohrung befindlichen und zufließenden Grundwässer
  • zur Ermittlung von Zuflüssen verschiedener Grundwasserqualitäten
  • zum Erkennen und Quantifizieren von Fließvorgängen zur Ermittlung der Qualität von Wässern

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur physikochemischen Charakterisierung der in der ausgebauten Bohrung befindlichen und zufließenden Grundwässer
  • zur Ermittlung von Zuflüssen verschiedener Grundwasserqualitäten
  • zur Überwachung von Kontaminationen
  • zum Erkennen und Quantifizieren von Fließvorgängen
  • zur Ermittlung der Qualität von Grundwässern
  • zum Insitu-Monitoring in ausgebauten Bohrungen
  • zur Indikation von Undichtigkeiten an Rohrmuffen und Rohrübergängen
  • zum Erkennen von Hinterrohrzirkulationen und zur Prognose der Herkunft verschiedener Grundwässer

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Flowmeter-Log (FLOW)

Wirkprinzip: Messung der Umdrehungszahl eines Messflügels als Funktion der Fließgeschwindigkeit bei unterschiedlichen Anregungszuständen (cps, bzw. m/min bzw. m3/h)

Aussage in offenen Bohrungen
In Festgesteinsbohrungen

  • zur Zuflussprofilierung
  • zur Klärung der herrschenden hydrodynamischen und hydrostatischen Verhältnisse
  • zur Lokalisation von Zufluss- und Verlusthorizonten und deren Quantifzierung

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur Zuflussprofilierung
  • zur Klärung der herrschenden hydrodynamischen und hydrostatischen Verhältnisse
  • zur Lokalisation von Zufluss- und Verlusthorizonten und deren Quantifzierung
  • zur Überprüfung der Auswirkungen von baulichen Änderungen auf das Fließ- und zuflussverhalten
  • zur Überprüfung des Erfolges von Regenerierungsmaßnahmen
  • zur Ursachenforschung bei nachlassender Ergiebigkeit
  • zum Erkennen von Fremdzuflüssen

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Packerflowmeter-Log (FWPACK)

Wirkprinzip: Messung der Umdrehungszahl des Messflügels eines abgepackerten Flowmeters

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • Einschätzung der Durchlässigkeit der Filterschlitze und des brunnennahen Ringraumes

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Optisches Fluoreszenz Log / Tracer-Log (OF-E bzw. OF-U)

Wirkprinzip: Messung des Gehaltes der Farbstoffe Uranin (U) und Eosin (E) im Wasser im Messbereich 0 bis 200 µg/l

Aussage in offenen Bohrungen
In Festgesteinsbohrungen

  • besonders geeignet zum Nachweis von Wasserbewegungen von geringem Ausmaß sowohl in Ruhe als auch bei Fremdanregung
  • zur Einschätzung der dynamischen Verhältnisse im Bohrloch und dessen Umgebung
  • zur Klärung der hydrostatischen Verhältnisse
  • zur Einschätzung des Grades der  hydraulischen Beeinflussung durch Nachbaraufschlüsse

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • besonders geeignet zum Nachweis von Wasserbewegungen von geringem Ausmaß sowohl in Ruhe als auch bei Fremdanregung
  • zur Einschätzung der dynamischen Verhältnisse im Brunnen und dessen Umgebung
  • zur Prüfung auf Leckstellen in den Aufsatzrohren, insbesondere bei Stahlausbau
  • zur Klärung der hydrostatischen Verhältnisse
  • zur Einschätzung des Einflusses von Nachbaraufschlüssen auf die Funktion des Brunnens

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Tracer-Fluid-Log (TFL)

Wirkprinzip: Beobachtung der Wasserbewegung und Bestimmung der vertikalen Fließgeschwindigkeit des sich in der Bohrung befindlichen Wassers unter gezielter Zugabe eines Tracers (NaCl, Uranin, Eosin) bei unterschiedlichen Anregungszuständen mittels SAL und TEMP, oder OF-U oder OF-E

Aussage in offenen Bohrungen
In Festgesteinsbohrungen

  • besonders geeignet zum Nachweis von Wasserbewegungen von geringem Ausmaß sowohl in Ruhe als auch bei Fremdanregung
  • zur Einschätzung der dynamischen Verhältnisse im Bohrloch und dessen Umgebung
  • zur Klärung der hydrostatischen Verhältnisse
  • zur Einschätzung des Grades der  hydraulischen Beeinflussung durch Nachbaraufschlüsse

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • besonders geeignet zum Nachweis von Wasserbewegungen von geringem Ausmaß sowohl in Ruhe als auch bei Fremdanregung
  • zur Einschätzung der dynamischen Verhältnisse im Brunnen und dessen Umgebung
  • zur Prüfung auf Leckstellen in den Aufsatzrohren, insbesondere bei Stahlausbau
  • zur Klärung der hydrostatischen Verhältnisse
  • zur Einschätzung des Einflusses von Nachbaraufschlüssen auf die Funktion des Brunnens

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Packertest (PT)

Wirkprinzip: Abschottung von Bohrungsabschnitten unter Einsatz eines Einfach- oder Doppelpackers

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zum Nachweis der Dichtheit von Vollrohrabschnitten
  • zur Lokalisation und Eingrenzung von Rohrleckagen
  • zur Einschätzung der Durchlässigkeit von Rohrleckagen
  • zur Klärung der hydrostatischen und hydrodynamischen Verhältnisse
  • zur getrennten Untersuchung von mehreren vorhandenen hydraulisch getrennten Grundwasserstockwerken

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Gasdynamischer Test (GDT)

Wirkprinzip: Verfolgung der Aufstiegsbahnen von Stickstoff im Ringraum von ausgebauten Bohrungen

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • Test zum Nachweis der hydraulischen Wirksamkeit von Ringraumabdichtungen

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Teufenorientierte Probenahme (TP)

Wirkprinzip: Einsatz eines motorischen Probenehmers am Bohrlochmesskabel

Aussage in offenen Bohrungen
In Festgesteinsbohrungen

  • zur Entnahme teufenorientierter Wasserproben, die insitu hermetisch gegenüber der Umgebung abgeschlossen werden

Aussage in ausgebauten Bohrungen

  • zur Entnahme teufenorientierter Wasserproben, die insitu hermetisch gegenüber der Umgebung abgeschlossen werden